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Frauen
Donnerstag, 22.10.2026

KSC Frauen belohnen starke Aufholjagd mit einem Punkt

Moral, Leidenschaft und eine deutliche Leistungssteigerung nach der Halbzeitpause: Die KSC Frauen haben sich bei der Iserlohner Turnerschaft (ITS) nach einem 0:2-Rückstand zurückgekämpft und sich mit einem verdienten 2:2-Unentschieden belohnt. Nach einer defensiv disziplinierten ersten Halbzeit zeigten die Blau-Roten im zweiten Durchgang eine ihrer bislang stärksten Saisonleistungen und waren am Ende sogar dem Siegtreffer nahe.

Defensiv stabil, offensiv noch zu zurückhaltend

Die Mannschaft des Kiersper SC startete mit einer klaren defensiven Ordnung in die Begegnung. Die Räume wurden konsequent geschlossen, die Zuordnung stimmte und die Gastgeberinnen fanden nur selten einen Weg durch die gut organisierte Kiersper Defensive.

Eine der wenigen gefährlichen Möglichkeiten der Iserlohnerinnen entschärfte KSC-Torhüterin Nicole Lampka mit einer starken Parade.

Dennoch gerieten die Gäste früh in Rückstand. In der 12. Minute brachte Jennifer Franz die Iserlohner Turnerschaft mit 1:0 in Führung. Nach einer Ecke landete der Ball außerhalb des Strafraums bei der ITS-Spielerin, die mit einem sehenswerten Distanzschuss in den Winkel traf. Ein Treffer, der aufgrund seiner präzisen Platzierung kaum zu verteidigen war.

Auch beim zweiten Gegentreffer hatten die Kiersperinnen das Nachsehen. Pauline Humme erhöhte in der 39. Minute auf 2:0, wobei der Treffer aus einer stark abseitsverdächtigen Position erzielt wurde.

Abgesehen von den beiden Gegentoren ließ die Kiersper Defensive nur wenig zu. Im eigenen Offensivspiel fehlte allerdings noch die nötige Durchschlagskraft. Die beste Gelegenheit hatte Lena Tweer kurz vor dem Pausenpfiff in der 44. Minute. Nach einer Ecke kam sie aus der Distanz zum Abschluss, doch die Torhüterin der ITS konnte den Schuss parieren.

So ging es trotz einer insgesamt geordneten Defensivleistung mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine.

Wie ausgewechselt aus der Halbzeit

Was die Zuschauer nach dem Seitenwechsel zu sehen bekamen, war eine völlig andere Kiersper Mannschaft. Die Blau-Roten erhöhten die Intensität deutlich, agierten aggressiver in den Zweikämpfen und überzeugten mit einem wesentlich besseren Zusammenspiel.

Die Kombinationen wurden zielstrebiger, die Laufwege passten und auch offensiv entwickelte der KSC nun erheblich mehr Gefahr. Die Mannschaft übernahm zunehmend die Kontrolle und setzte die Gastgeberinnen unter Druck.

In der 53. Minute verkürzte Annika Hoffmann auf 2:1 und brachte die KSC Frauen zurück ins Spiel.

Der Anschlusstreffer gab den Gästen zusätzlichen Auftrieb. Immer wieder erspielten sich die Kiersperinnen gefährliche Situationen, kamen zu Abschlüssen und sorgten insbesondere nach Standardsituationen für Gefahr. Unter anderem verhinderte der Pfosten einen weiteren Treffer.

Der Ausgleich lag längst in der Luft, ehe Sheila Djamila Olaoye in der 83. Minute zum hochverdienten 2:2 traf.

Doch selbst damit gaben sich die Kiersperinnen nicht zufrieden. Auch in der Schlussphase blieb die Mannschaft offensiv gefährlich und hatte weitere Möglichkeiten, die Begegnung sogar vollständig zu drehen. Ein dritter Treffer wäre angesichts der starken zweiten Halbzeit durchaus verdient gewesen.



Wir haben heute endlich auf dem Platz gesehen, woran wir in den vergangenen Wochen so intensiv gearbeitet haben. Die Mannschaft beginnt, sich immer besser einzuspielen, die Abläufe funktionieren und auch das Zusammenspiel wird von Woche zu Woche besser. Gerade die zweite Halbzeit hat gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Natürlich hätten wir am Ende auch drei Punkte mitnehmen können, aber dieser Punkt ist für unsere Entwicklung enorm wichtig. Die Mädels haben sich heute für ihre harte Arbeit belohnt.
Rémy Gogoll - Trainer 1. Frauen


Ein Punkt, der Mut für die kommenden Aufgaben macht

Auch wenn die Kiersperinnen nach dem Spielverlauf durchaus mit einem Auswärtssieg hätten nach Hause fahren können, ist das 2:2 ein wichtiges Signal.

Die Mannschaft bewies nicht nur Moral nach einem Zwei-Tore-Rückstand, sondern zeigte insbesondere in der zweiten Halbzeit, dass die intensive Trainingsarbeit zunehmend Früchte trägt.

Mit wachsendem Zusammenspiel, einer stabilen defensiven Grundordnung und deutlich mehr Durchschlagskraft in der Offensive wollen die KSC Frauen an diese Leistung anknüpfen.

Iserlohner Turnerschaft

1. Frauen

2:2 (2:0)

Kiersper SC

1. Frauen

83'
Tor
Tor
53'
Tor
Tor
39'
Tor
Tor
12'
Tor
Tor
Zuschauer
35